Leuchtende

und Bewusstseinszustände

In letzter Zeit begegnen mir immer mehr Menschen, die sagen: „Irgendetwas in mir passt nicht mehr in dieses alte Leben hinein.“ Vielleicht kennst du dieses Gefühl auch. Du funktionierst zwar noch im Alltag, doch innerlich beginnt etwas zu rebellieren. Alte Rollen fühlen sich eng an. Gespräche wirken leer. Und gleichzeitig taucht dieses leise Gefühl auf, dass da noch mehr sein muss.

Genau darin liegt oft der erste Ruf deines inneren Lichtes. Nicht laut. Nicht dramatisch. Eher wie etwas, das langsam durch eine alte Schicht hindurch brechen möchte.

Wenn wir über Leuchtende sprechen, geht es deshalb weniger um „besondere Menschen“, sondern vielmehr um unterschiedliche Bewusstseinszustände. Die spannende Frage ist nicht, ob jemand besser oder weiter ist. Viel wichtiger ist: In welchem Zustand befindest du dich gerade – und was möchte sich in dir verändern?

Was bedeutet es, ein Leuchtender zu sein?

Viele Menschen verbinden mit dem Begriff „Leuchtender“ sofort etwas Überhöhtes oder Außergewöhnliches. Für mich beschreibt er vielmehr einen inneren Zustand.

Ein Leuchtender ist jemand, der beginnt, hinter die Konstrukte zu schauen. Hinter all das, was wir über uns selbst gelernt haben:

  • „Ich bin nicht gut genug.“
  • „Ich muss funktionieren.“
  • „Ich darf nicht anecken.“
  • „Ich muss dazugehören.“

Irgendwann entsteht ein Moment, in dem du spürst: Das bin ich eigentlich gar nicht.

Und genau dort beginnt oft das Licht sichtbar zu werden.

Dieses Licht hat nichts mit Perfektion zu tun. Es bedeutet auch nicht, dass plötzlich alle Probleme verschwinden. Viele Leuchtende stehen mitten im Alltag, arbeiten, haben Familien, Zweifel oder Ängste. Der Unterschied ist nur: Sie beginnen immer deutlicher zu spüren, wo sie sich selbst nicht mehr treu sind.

Bewusstseinszustände verändern sich

Was mir meine geistigen Begleiter immer wieder zeigen, ist, dass wir Menschen uns in unterschiedlichen Bewusstseinszuständen bewegen.

Diese Zustände sind nichts Starres. Sie verändern sich.

Manche Menschen hängen noch sehr stark in alten Konstrukten fest. Andere spüren bereits diesen inneren Ruf, versuchen ihn aber wieder zu unterdrücken, um in ihrem gewohnten Leben zu bleiben. Und dann gibt es Menschen, die ihrem Licht langsam mehr Raum geben.

Das Spannende daran ist: Alles davon darf gerade da sein.

Es geht nicht darum, andere Menschen wachzurütteln oder zu überzeugen. Jeder Mensch macht seinen eigenen Prozess. Jeder bewegt sich in seinem eigenen Tempo.

Gerade das fällt vielen schwer. Denn sobald wir beginnen, bewusster wahrzunehmen, entsteht schnell der Wunsch, andere „mitnehmen“ zu wollen. Doch Entwicklung lässt sich nicht erzwingen.

Eine Einladung kann Türen öffnen. Druck verschließt sie meistens wieder.

Aufstiegsprozess beginnt in dir

Viele warten immer noch darauf, dass im Außen irgendwann ein großer Wandel geschieht. Dass jemand kommt, der alles verändert oder erlöst.

Doch genau darum geht es nicht.

Der Aufstiegsprozess beginnt immer in dir selbst.

Er beginnt dort, wo du ehrlicher mit dir wirst.
Wo du bemerkst, welche Gedanken du täglich über dich denkst.
Wo du spürst, dass etwas in dir aufbrechen möchte.
Und wo du aufhörst, dieses innere Licht ständig wieder kleinzumachen.

Vielleicht kennst du das sogar: Du spürst plötzlich Klarheit, Ruhe oder innere Weite. Kurz danach versuchst du sofort wieder, „normal“ zu funktionieren. Genau das machen viele Menschen. Sie spüren ihr Licht – und drücken es im nächsten Moment wieder weg, weil es ungewohnt ist.

Dabei möchte genau dieses Licht einfach nur Raum bekommen.

Deine Wahrheit darf sich verändern

Ein wichtiger Punkt auf diesem Weg ist für mich auch, dass Wahrheit nichts Starres ist.

Was heute deine Wahrheit ist, kann sich morgen verändern, weil du dich veränderst.

Deshalb finde ich es so wichtig, offen zu bleiben. Offen für neue Sichtweisen. Offen für andere Erfahrungen. Offen dafür, dass es vielleicht noch mehr gibt, als du bisher erkennen konntest.

Das bedeutet nicht, alles ungefiltert zu übernehmen. Es bedeutet nur, die Tür nicht sofort wieder zu schließen.

Denn manchmal reicht ein einziger Gedanke, ein Gespräch oder ein innerer Impuls, damit sich plötzlich etwas verschiebt.

Der Punkt ist: Ein Leuchtender zu sein bedeutet nicht, perfekt zu sein oder über anderen Menschen zu stehen. Es bedeutet, deinem inneren Ruf immer ehrlicher zu folgen und deinem Licht langsam mehr Raum zu geben.

Vielleicht stehst du gerade genau an diesem Punkt. Vielleicht spürst du schon länger, dass etwas in dir aufbrechen möchte.

Denk mal drüber nach: Wo versuchst du noch, dich kleiner zu machen, obwohl dein inneres Licht längst sichtbar werden möchte?

Bis bald,
deine Kerstin

P.S.: Vielleicht beginnt dein Weg nicht mit einem großen Umbruch, sondern einfach mit der Entscheidung, dir selbst wieder zuzuhören.

Ruhe im sonnendurchfluteten Kreuzgang, Raum für dich mit Kerstin Ackermann
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